Meine Bucket List: Eimerweise Ziele, Träume und Pläne

Als ich hier gerade in die Übersicht mit den Blogartikeln geschaut habe, musste ich ein wenig schmunzeln. Auf jeden Artikel, den ich veröffentliche, kommen drei andere, die nur angefangen sind. Manchmal habe ich nur eine Headline und ein paar Stichworte, manche sind im Grunde schon mit hunderten Wörtern halb fertig geschrieben. Ich könnte längst Blog-Weltmeister sein, wenn ich diese Dinger konsequent weiterschreiben und veröffentlichen würde.

Zu den angefangenen Artikeln gehören übrigens auch zwei angefangene „Song der Woche“-Beiträge und ich hab das Kunststück fertig gebracht, im ersten Monat des Jahres lediglich einen einzigen Song der Woche zu küren. Armselig, Herr Drees. Mittlerweile ist Montagmorgen und ich sollte im Bett liegen, aber der Sonntag wirkt noch nach. Ich habe eher zufällig eine Bali-Doku auf YouTube gesehen. Angefixt habe ich dann ein paar Videos von deutschen Reise-Bloggern geschaut, nebenher meine alten Asien-Bilder von 2019 durchgeschaut (zu denen ich hier ebenfalls noch Artikel schreiben wollte) und als ich heute meine 13.000 Schritte abgerissen habe, hab ich mir Reise-Podcasts angehört.

Daher hab ich gerade wieder sehr viel Sehnsucht nach den tollen Orten, die zu sehen ich bereits das Glück hatte. Noch viel mehr fühle ich aber Fernweh in mir und den Wunsch, noch viele Länder, Kulturen und Gesellschaften kennenzulernen. Ich habe wirklich viele, viele Ziele im Kopf, die ich noch sehen möchte. Auf der einen Seite klopft da in meinem Bewusstsein leise irgendwas an, was mich denken lässt, das Reisen keine gute Idee ist, wenn man doch nachhaltiger leben möchte. Auf der anderen Seite glaube ich aber, dass das Reisen und Entdecken (für mich) neuer Welten etwas ist, das ich zum Leben brauche und dass es jedem von uns gut tut, so viel wie möglich von der Welt zu sehen.

Man kann Nachhaltigkeit ja auch durchaus mitdenken beim Reisen. Genau, wie das Verzichten auf Fleisch uns immer leichter gemacht wird, findet auch beim Reisen ein Paradigmenwechsel statt. Daher schaue ich hoffnungsvoll in die Zukunft und glaube, dass das Reisen auch nach der Pandemie wieder ein fester Bestandteil meines Lebens wird.

Ich sprach eben schon die vielen Ziele an. Es gibt Drei, die für mich über allem thronen. Eigentlich waren das früher mal Vier, denn ich träumte seit meiner Kindheit davon, wenigstens ein einziges Mal die USA sehen zu dürfen. Das habe ich mittlerweile mehrfach getan, aber auch hier gibt es noch ganz viele offene Baustellen aka Ziele, die ich unbedingt sehen möchte: Dringend mehr Zeit in Kalifornien verbringen, die Rocky Mountains sehen, nochmal nach Chicago und San Francisco, einen Road Trip von Küste zu Küste machen, vielleicht auf den Spuren der Route 66.

Aber unter diesen hunderten Zielen mit Traumstränden, fernen Ländern, Wüstenstaaten und Großstädten haben sich die besagten Drei herauskristallisiert, die so in ihrer eigenen Liga spielen und wo ich immer das Gefühl hatte: Okay, das wirst Du sowieso niemals zu sehen bekommen. Es handelt sich jeweils um Inseln bzw. Inselgruppen:

  • Rapa Nui – die Osterinsel
  • Die Galapagosinseln
  • Komodo, Teil der kleinen Sundainseln und Heimat der Komodowarane

Wie viele von euch wissen, habe ich 2019 tatsächlich den Komodo Nationalpark, Teil des UNESCO-Welterbes, betreten dürfen. Ich las damals davon, dass man überlege, die Inseln dort zumindest vorerst für den Tourismus zu sperren. Da Palle und ich planten, auf Bali Urlaub zu machen, also sowieso „umme Ecke“ zu sein, erzählte ich ihm davon und er war direkt Feuer und Flamme. Irgendwann erzähle ich auch nochmal ausführlich von dem Trip, versprochen! Das Artikelbild oben stammt übrigens von da, bzw. nicht direkt von Komodo, sondern von der Nachbarinsel Padar.

Jedenfalls habe ich da Blut geleckt und gewusst, dass selbst so absurde Reiseziele machbar sind. Zu den weniger wahrscheinlichen Reisezielen gehören für mich übrigens auch Länder im Nahen und Mittleren Osten. Ich will so gerne mal Palästina und Israel sehen, Syrien, Irak, Iran, Jemen und sonst noch was. Alles Dinge, die ich kurzfristig sicher nicht realisieren kann, aber ich träume eben davon, dass es einmal klappt.

Und da ich heute wieder dieses Fernweh-Problem habe und so viel Sehnsucht nach der Reiserei und auch so viel Neugier auf ferne Länder, musste ich wieder an meinen Plan denken, hier einmal eine Bucket List zu veröffentlichen. Auf Deutsch heißt das „Löffelliste“ und kommt von der Redensart „den Löffel abgeben“. Im Englischen ist die synonyme Redensart halt „to kick the Bucket“ und meint im Grunde das selbe. Es geht also um eine Liste, auf der man all das aufschreibt, was man tut, bevor man ins Gras beißt.

Diese Liste fange ich heute an. In meinem Kopf wabert sie ganz lose ja eh schon lange herum und es gibt ein paar Dinge, die ich nur für mich ganz allein plane und die ich hier nicht auflisten mag. Aber das meiste ist etwas, was ich hier problemlos kommunizieren kann. Ich hab mir das so gedacht: Ich fange erst einmal an zu schreiben und nenne erst einmal auch nur eine Handvoll Reiseziele, die ich noch auf dem Zettel habe und ein paar andere Wünsche, Ziele, Träume. Das werde ich dann gelegentlich aktualisieren und – toi toi toi – hoffentlich kann man zwischendurch auch mal etwas durchstreichen, was man tatsächlich absolviert hat.

Es ist also keine komplette Liste und vielleicht wird sie auch niemals komplett sein – weil einem ja auch mit 90 noch etwas einfallen kann, was man im Leben gerne getan haben möchte. Aber ich fange sie jetzt jedenfalls an und bin gespannt, wie sich das mit den Jahren entwickeln wird. Los geht’s:

Nothing’s impossible – Meine Bucket List

Reiseziele:

Ich fange direkt an mit den Orten, die ich unbedingt sehen möchte im Leben. Vieles – Komodo, Grand Canyon, Golden Gate Bridge, China usw. – konnte ich mir bereits erfüllen, aber es fehlt wirklich noch so, so viel. Ich nenne erst einmal eine Handvoll Ziele – vielleicht weite ich das später noch aus, oder ich lege vielleicht mal einen eigenen Artikel für diese Sehnsuchtsorte an, die ich noch sehen möchte. 🙂

  • Die Galapagosinseln, Ecuador
  • Die Osterinsel (Rapa Nui), Chile
  • Pyramiden von Gizeh, Ägypten
  • Taj Mahal, Indien
  • Uluru (Ayers Rock), Australien
  • Island
  • Rocky Mountains, USA
  • Road Trip von Küste zu Küste, USA
  • Petra, Jordanien
  • Hawaii, USA
  • Israel und Palästina
  • Spitzbergen/Nordpolarmeer, Norwegen
  • Jakobsweg, Frankreich/Spanien

Lebensziele:

Nach den Orten, die ich unbedingt sehen möchte, nenne ich jetzt ein paar Dinge, die ich unbedingt tun möchte, bevor ich den Arsch zusammenkneife. Am liebsten würde ich den Jakobsweg dort einfach nochmal nennen, weil es mehr ist als nur ein Ort, den man sehen möchte. Ach komm, das mach ich auch einfach – meine Liste, meine Regeln 😉

Jakobsweg: Der Pilgerweg ist ja im Grunde eh kein Ort, den man aufsucht, um ihn gesehen zu haben. Eher geht es darum, zu sich selbst zu finden, mit sich selbst ins Reine zu kommen auf diesem Weg – zumindest verstehe ich es so für mich. Ins Auge gefasst habe ich dieses Ziel irgendwann mal mit der lieben Sandie und ich hoffe, wir bekommen diesen Punkt irgendwann auch mal gemeinsam erledigt.

Ein Buch schreiben: Ein Lebensziel, welches gleich zwei Ziele in einem vereint. Zunächst einmal möchte ich wirklich in Buchform eine Geschichte erzählen. Drei konkrete Ideen habe ich mir bereits überlegt, zumindest eine davon hab ich auch angefangen zu schreiben. Der zweite Teil des Ziels ist aber nicht nur das Fertigstellen dieser Geschichte, sondern die tatsächliche Veröffentlichung. Also wirklich ein Buch, welches jeder kaufen kann. Hier kann ich also den Haken in der Sekunde dran machen, wenn ich die fertig erzählte Geschichte tatsächlich als Buch in Händen halte.

Ein Album aufnehmen: Musik mache ich ja auch schon, seit ich ein Kind bin. Es ist aber immer nur sporadisch ein Teil meines Lebens, weil ich einfach die meiste Zeit nicht das Equipment im Haus hatte, um wirklich Songs zu komponieren und aufzunehmen, und weil halt das Leben zwischendurch an einem vorbeirast. Ich möchte dabei allerdings nicht in meinem hohen Alter noch die Charts stürmen und auf Bühnen stehen, das ist also nicht mein Ziel. Aber ich möchte ebenso wie beim Buch auch irgendwann einmal einen Tonträger in Händen halten und sagen können, dass das alles Musik ist, an der ich beteiligt war. Auch diesen Plan verfolge ich konkret bereits , wobei wir allerdings fast noch schlechter vorankommen als ich mit meinem Buch ^^ „Wir“ meint übrigens meinen lieben Freund Ohst und mich. Angefangen haben wir schon und so zwei, drei erste Demos existieren immerhin. Meistens kommen wir bei der „Arbeit“ aber oft vom Weg ab und hören uns dann lieber Depeche-Mode-Samples an und betrinken uns. 😀

In London wohnen: Ich hatte seit meinem ersten London-Trip die fixe Idee, dort irgendwann mal wohnen zu können. Es ist schon Jahre her, dass ich tatsächlich mal konkret nach Wohnungen geschaut habe. Damaliger Stand meiner Recherchen: Okay, ein 10 m² großes WG-Zimmer für 800 Pfund monatlich übersteigt mein Budget. Seitdem ist London viel, viel teurer geworden, mein Wunsch aber nicht kleiner. Ich muss also davon ausgehen, dass das in diesem Leben nichts mehr wird. Aber hey: Wenn eines der vorherigen Ziele aufgeht und ich einen Bestseller schreibe, dann kann es noch klappen ^^ Sei es drum: Ich hätte gerne in der Vita stehen irgendwann, dass ich zumindest mal ein Jahr dort gelebt habe.

Eine Weltreise machen: Ja, schon wieder raus aus Deutschland, schon wieder reisen. Ich hab da keine konkrete Idee bislang. Man kann in einigen Wochen die Welt umrunden oder auch monatelang den Planeten besser kennenlernen. Am liebsten würde ich das wirklich tun, indem ich mich von Land zu Land hangle und mich für ein paar Monate komplett aus meinem Leben ausklinke. Da ist wieder dieses monetäre Problem, was mich davon abhält. Der Traum lebt dennoch 🙂

In die Depeche-Alters-WG ziehen: Dieses Ziel ist vielleicht noch weniger erreichbar als die vorherigen, denn dieses Ziel kann ich unmöglich allein realisieren. Ich plaudere hier aus dem Nähkästchen, weil wir unter Freunden immer wieder mal davon anfangen und rumalbern, dass wir eh irgendwann mal in die gemeinsame Depeche-Alters-WG ziehen. Ich glaube, meistens kommt das dann auf, wenn wir – Szapi, Pinzi und ich – uns mal wieder bei Astrid und Ohst eingezeckt haben für ein Party-Wochenende. Ich sehe weit und breit nicht, dass ich jemals wieder in einem Pärchen-Haushalt leben werde, also wäre so eine Alters-WG mit Gleichgesinnten perfekt für mich. Aber die Ehefrauen meiner Freunde können sich vermutlich Besseres vorstellen, als zuzulassen, dass wir Trunkenbolde jeden Tag zusammenhängen 😀 Außerdem wohnen wir sehr weit auseinander alle Mann – da wird es vermutlich schwierig, einen Lebensmittelpunkt zu finden, an dem sich alle wohl fühlen. Aber auch hier gilt wieder: Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein 😉


Dabei belasse ich es fürs Erste. Ich bin sicher, dass mir noch Dutzende Orte einfallen werden, die ich definitiv noch bereisen möchte und ich ähnlich viele Ideen habe, was ich in meinem Leben wenigstens ein Mal gemacht haben sollte. Aber wie gesagt: Dann ergänze ich das hier einfach bei Gelegenheit mal. „Verlieben“ als Ziel habe ich erst einmal weggelassen. Da bin ich aktuell noch nicht mit mir im Reinen, ob ich das tatsächlich wollen würde ^^ Auch das ebenso illusorische „finanziell unabhängig sein“ gefällt mir in meinem Hinterkopf als Luftschloss besser als formuliert in der Liste. Aber erzählt lieber mal: Wie sieht es denn bei Euch aus bezüglich so einer Löffelliste? Gibt es sowas für Euch? Welche Ziele habt Ihr denn?

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