YouTube mal anders [1] Behind the music

Heute möchte ich mal eine kleine Reihe starten, die ich „YouTube mal anders“ getauft habe. In den letzten Monaten habe ich meinen YouTube-Konsum gegenüber den vorherigen Jahren deutlich erhöht. Das liegt ganz sicher auch an der Pandemie und den überschaubareren Möglichkeiten, außer Haus seine Freizeit zu verbringen.

Da liegt es auf der Hand, dass man Netflix und Amazon häufiger besucht, vielleicht auch länger bei Instagram und Co festhängt und ich persönlich habe halt auch YouTube viel mehr genutzt. Dadurch haben sich meine Sehgewohnheiten auf der Videoplattform von Google recht stark verändert.

Im Normalfall habe ich die Plattform genutzt, um mir Tech-Videos anzuschauen, die ich beruflich für Artikel brauchte oder wo mich die Thematik einfach interessierte. Darüber hinaus natürlich für Musik-Videos und auch für die üblichen Quatsch-Videos.

Irgendwann habe ich aber zum Beispiel einen Kanal entdeckt, auf dem jemand sehr ausgiebig über Depeche Mode referiert, was ich für unglaublich unterhaltsam und auch erkenntnisreich erachte. Davon ausgehen stieß ich auf mehrere ähnliche Kanäle, in denen sich des Themas Musik von verschiedenen Aspekten aus angenommen wird. Weiter habe ich wegen der politischen Lage in den USA und dem dortigen Umgang mit der Corona-Pandemie auch viele politische Kanäle für mich entdeckt und auch da möchte ich euch welche vorstellen innerhalb meiner Reihe hier.

Ich weiß nicht genau, wie viele Artikel ich dazu machen werde — ich tippe mal auf vier oder fünf dieser Art. Der Name „YouTube mal anders“ kann zwar allgemein betrachtet werden in der Annahme, dass der ein oder andere von euch auch noch nicht drauf gekommen ist, YouTube so zu nutzen. Hauptsächlich meine ich damit aber den Blick aus meiner ganz eigenen Perspektive, weil ich selbst feststellen musste, wie eindimensional ich diese Plattform genutzt hat und dass sich dort einfach so viel mehr tut und es so unendlich mehr zu entdecken gibt.

Behind the Music

Entsprechend dem Stellenwert, den Musik in meinem Leben einnimmt, fange ich heute auch mit diesem Thema an. Seit ich YouTube kenne und nutze, schaue ich Musik-Videos, schaue mir Clips von alten TV-Auftritten an sowie Konzertmitschnitte — und bei Künstlern, die mir am Herzen liegen, kommen natürlich auch Interviews dazu, weil einen die Person oder die Intention hinter den Werken interessiert.

Neu war für mich aber — aus welchem Grund auch immer — dass es ein ganzes Füllhorn an Menschen gibt, die ziemlich kluge Dinge über Musik sagen. Ein Beispiel könnt ihr hier auf dem Blog bereits finden, denn ich schrieb in diesem Beitrag bereits über den „Professor of Rock„. Manchmal spricht er darüber, welche seine Top-Songs einer Band sind, wieso ein bestimmter Song von The Cure eigentlich eine Nummer 1 hätte sein müssen oder wieso A-ha drei Anläufe brauchten, um ihren ersten Welthit zu landen.

Hier hört man keinem Musik-Theoretiker zu, sondern einem Fan, der Musik über alles liebt und uns sehr schön mitnimmt in seine Welt, in der er uns erzählt, wieso er bei bestimmten Nummern genau das fühlt, was er eben fühlt. Checkt also unbedingt Adams Kanal aus und schaut, ob ihr das ebenso unterhaltsam findet wie ich.

Eingangs erwähnte ich aber auch bereits einen Kanal, auf dem sich ausgiebig über Depeche Mode unterhalten wird. Gemeint ist der Kanal von Vaughn George, der selbst Musiker ist und sich allerlei Themen rund um Keyboards und Synthesizern annimmt. Depeche Mode als Schwerpunkt liegt da fast auf der Hand, aber er spricht auch über viel artverwandte Musik und hat auch immer wieder interessante Interview-Gäste, beispielsweise Empathy Test oder Gareth Jones.

Auf ihn aufmerksam wurde ich durch ein Video, in welchem er ausführlichst ein altes Depeche Mode-Album rezensierte. Das war für mich insofern spannend und neu, als er im Clip selbst hinter den Tasten sitzt und auch mal ein wenig erklärt, was genau da in einem Song passiert, welche Stilmittel dazu führen, dass eine Nummer eine bestimmte Stimmung vermittelt usw.

Wer also Depeche Mode mag, genauso wie Vaughn George schon mal deutliche Worte zu Gastmusikern der Band findet und sich die Songs und Alben sehr ausführlich vorknöpft und seziert, sollte diesem Kanal unbedingt eine Chance geben. Und bringt unbedingt Zeit mit, denn seine Alben-Reviews erstrecken sich oft über mehrere Folgen und Stunden 🙂

Aber natürlich interessieren mich nicht nur die Geschichten hinter Depeche-Songs, sondern auch massig andere Künstler und vor allen Dingen, wie sie ihre Songs schreiben, wieso sie so klingen, wie sie nun mal klingen und welche musikalischen Grundlagen dahinterstecken. Genau deswegen ist meine dritte Empfehlung dieses Beitrags der Kanal David Bennett Piano.

David spricht u.a. darüber, wieso Oasis oft so klingen wie die Beatles, was das Geheimnis hinter Songs in Moll ist, oder welche Welthits sich mehr oder weniger dreist bei anderen Liedern bedient haben. Auch hier lernt man wieder jede Menge über Musik und über Ideen hinter den Kompositionen.

Das sind jetzt nur mal drei schnelle Beispiele für Seiten, die mir sehr gut gefallen und mit denen ich schon Stunden und Stunden verbracht habe. Aber es gibt so viele mehr davon und vielleicht werde ich einfach mal in loser Reihenfolge weitere empfehlen. Zunächst werde ich aber diese Reihe fortsetzen und noch ein paar Tipps für andere sehenswerte Kanäle raushauen 🙂

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